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Bernhard Lüke über Peter Gallus
Als ich zu schreiben begann, machte ich zunächst eine Marktanalyse. Es gab 87597165 Deutsche, die ich als Leser zu gewinnen hoffte, abzüglich:
4499990 Arbeitslose, (die kein Buch bezahlen können)
250007 Analphabeten, (die keines brauchen)
4999997 Kinder unter sechs Jahren (für die reichen Bilderbücher)
29878456 Erwerbstätige (die keine Zeit zum Lesen haben)
1234356 Vor dem Fernseher (die sind fürs Lesen eh verdorben)
1234357 Auf dem Sportplatz (die lesen nur Kicker)
500000 Politiker (die lesen nur Wahlstatistiken)
Sorgfältige Auswertung der Zahlenreihe, nach Adam Riese und Schürmanns Mathebuch, ergab eine restliche Leserschar von 2 Lesern. Meine Lebensgefährtin und mich. Ich jedoch lese nur Jerry Cotton.
Damit war klar: Ich würde für den internationalen Markt schreiben müssen und das mit dem Namen Lüke, den die Angelsachsen wegen des Umlautes und die Franzosen wegen des fehlenden Akzentes nicht aussprechen können. Sollte das zum Ende meiner Karriere werden? Niemals! Es musste ein international verständlicher Name her. Ich entschied mich für den romanischen Namen Gallus, der in vielen Sprachen geläufig ist.
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