Zwei Schriftsteller_für Netfusion0202

 Willkommen bei Peter Gallus

Lesungen


„Nur ein politischer Flüchtling ist ein guter Flüchtling“, behauptet Elias Justin, die Hauptfigur in Peter Gallus Roman Going Upstairs, und das auch nur, wenn Amnesty International seinen Tod meldet“ fügt Elias hinzu.

 

“Als ich Afrika zum ersten Mal betrat“, erzählt Peter Gallus im Interview mit der Westfälischen Rundschau, „begegnete mir vor dem Flughafen Nouakchott ein Mann namens Lazarus. Er umarmte mich, segnete mich und küsste meine Hände. Dann hielt er die Hand auf und forderte: „Money.“ Ich war so überrascht, dass ich brüsk ablehnte: „No Money.“ Lazarus zog betrübt ab. Als ich Mauretanien verließ, schämte ich mich, weil ich Lazarus nicht beschenkt hatte. Es war mir jetzt klar, der Segen war sein einziger Besitz.“

Hauptfigur in Going Upstairs ist Elias Justin: Journalist auf der Flucht im Strudel des Exodus. Abgebrannt

jobt er als Logistiker für Med. Int. Tanger. Hier erlebt er das ganze Ausmaß der neuen Völkerwanderung.

Seine Gefährten: Asad der Somalier, Tabari der Tuareg, Charles der Connectionmann, Alima die illegale Herbergsmutter, Arzt Dr. Hartfield, Otman der Schleuser, Komano der Komponist und Brian der Mädchenhändler.

Für Going Upstairs recherchierte Peter Gallus vor Ort. Er besuchte Flüchtlingslager, Camps in Tanger, Aufnahmelager in Ceuta, Melilla und Malaga. „Ich danke den spanischen und marokkanischen Behörden“, lacht Peter Gallus, „weil sie mich trotz meiner eigenwilligen Recherchen mehrmals wieder auf freien Fuß setzten.“

„Natürlich sind Romane Fiktion“, gesteht er und wird ernst, Going Upstairs jedoch ist Realität. Für alle Figuren hatte ich reale Vorbilder. So habe ich in einer Kiffbude in Tanger behauptet, ich hätte keinen Pass und müsse dringend nach Spanien. Dadurch lernte ich die Schleuser Otman und Abdurahman kennen. Sie zeigten mir ihr Handwerk und lotsten mich durch die Camps Missnana, Cap Malabata und Bell Younech, wo ich Flüchtlinge interviewte.“

Über seine Motivation sagt Peter Gallus: „Die Zahl 150 Millionen Flüchtlinge weltweit ist zu imaginär, als das Menschen Mitgefühl entwickeln. Darum gab ich Flüchtlingen ein Gesicht.“

Liebevoll zeichnet Peter Gallus in Going Upstairs das Bild Afrikas, auch humorvoll, sarkastisch, erschreckend realistisch und immer authentisch. Wer das Buch liest, wird wünschen, es möge nie enden.

 

ISBN 978-3-9810927-1-4

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